Montag, 27. November 2017

Das organisierte Verbrechen und die gegenwärtige deutsche Politik

Der Monat November geht allmählich – grau und mit viel Regen – zu Ende. Am vergangenen Sonntag begann die letzte Woche des Kirchenjahres. Im Gottesdienst am Totensonntag wurde Markus 13, 33 – 37 vorgelesen, wo es um das Warten auf den Herrn geht und das mit dem Ruf „Wachet auf!“ beginnt. In diesen Bildzusammenhang gehören auch die Geschichte von den klugen und den törichten Jungfrauen, ja im weiteren Sinne – wie am Straßburger Münster so wunderbar dargestellt – die Figuren von Synagoge und Ecclesia.
Arte brachte zu Beginn des Monats eine Reihe mit Filmen von Henri-Georges Clouzot, die sich mit dem sogenannten Bösen auseinandersetzten. Nun am Ende des Monats bringt der Sender eine Reihe mit Filmen des französischen Regisseurs Jean-Pierre Melville, die durchdrungen sind von einem tiefen Pessimismus.
Am Sonntagabend habe ich mit Lena zusammen „Le Cercle Rouge“ (Vier im roten Kreis) aus dem Jahre 1970 gesehen, gestern lief „Le Deuxieme Souffle“ (Der zweite Atem) aus dem Jahre 1966. Im Mittelpunkt beider Filme, die ganz ähnlich angelegt sind, stehen Gangster, die aus dem Gefängnis ausbrechen und in der Freiheit ihren nächsten Coup planen: In „Cercle Rouge“ ist es Alain Delon und in „Le Deuxieme Souffle“ Lino Ventura.
Die Filme spielen beide in einer harten, illusionslosen Männerwelt, die zugleich eine Unterwelt ist. Beide spielen in Marseille und Paris. Die französischen Städte erinnern an die amerikanischen Mobster-Metropolen Chicago und New York.
Melville zwingt uns durch seine ästhetisch perfekt komponierten Filme, mit diesen Männern mitzuleiden. Gangster als Identifikationsfiguren sind genau das Gegenteil von den üblichen Filmhelden jener Zeit. Das macht diese Filme revolutionär, zeugt aber auch davon, wie "das Böse" in den 60er Jahren „salonfähig“ wurde.
Durch meine Recherchen erfahre ich, dass sowohl Jean-Pierre Melville (eigentlich: Jean-Pierre Grumbach) als auch Yves Montand (eigentlich: Yves Livi), der als ehemaliger Polizist und späterer Gangster eine wichtige Rolle in „Le Cercle Rouge“ spielt, jüdischer Herkunft sind. Von daher fokussiere ich natürlich wieder einmal meinen Blick auf die untergründigen Botschaften der Filme.
Die Figuren scheinen mir wie gefangenen in einem sinnlosen Kreisen um ein Nichts, das in jedem Fall tödlich endet. Es gibt nicht den geringsten Hoffnungsschimmer, nicht das kleinste Lächeln auf den Gesichtern der Protagonisten. Die ganze Energie des Regisseurs scheint sich in der Schilderung der perfekten „Coups“ zu erschöpfen, die die Gangster in den beiden Filmen planen und minutiös durchführen, die aber am Ende auch ins Leere laufen. Die Botschaft der kühl-distanzierten Filme ist – kurz zusammengefasst: „Die Welt ist schlecht und das Leben ist sinnlos.“
Im Grunde handeln sie alle von den „eiskalten Engeln“, die sich seit 1879 auf der Erde ausgebreitet haben und das organisierte Verbrechen anführen. Warum sich der Jude Melville gerade für dieses Milieu so interessiert, wäre meine nächste Frage, die ich aber heute noch nicht beantworten kann.

Deutschland durchlebt seit der Bundestagswahl am 24. September 2017 ungewöhnliche Wochen: Die bisherige Stabilität des Exportweltmeisters scheint auf politischer Ebene zunächst einmal brüchig geworden zu sein. Die Suche nach einer neuen Regierungskoalition dauert nun schon mehr als zwei Monate. Dabei scheinen immer wieder neue Hindernisse aufzutauchen: Zuerst ließ die FDP unter Christian Lindner die Sondierungen mit den anderen Parteien (CDU/CSU und Grünen) platzen, wodurch Deutschland – zu meiner Genugtuung – eine sogenannte „Jamaika-Koalition“ (wie die ZEIT titelte, wäre das „Der Fluch der Karibik“ geworden) erspart blieb. Nun ist wohl am Montag (27.11.) durch den Vertrauensbruch des Landwirtschaftsministers Schmidt (CSU), der in Brüssel im Namen Deutschlands und gegen die Vereinbarung mit der Umweltministerin Hendriks (SPD) für die Verlängerung der „Lizenz zum Töten“, sprich für die Weiterbenutzung des verheerenden Unkrautvernichtungsmittels „Glyphosat“ in der Landwirtschaft gestimmt hat, eine Neuauflage der „Großen Koalition“ aus SPD und CDU/CSU auch wieder in Frage gestellt.
Das ganze kapitalistische System, das auf Wachstum (und Waffenexport) basiert, scheint in diesen Tagen auf dem Prüfstand zu stehen. Im Hintergrund „lauern“ die 92 Abgeordneten der AfD, die die Regierenden zumindest daran erinnern können, dass es möglicherweise eine Alternative zu diesem Wirtschaftssystem gibt, das mich in vielem an das „organisierte Verbrechen“ erinnert und das nach der "Kündigung" des Goldstandarts durch Richard Nixon im Jahre 1971 und seit der daraufhin erfolgenden Deregulierung durch den Neoliberalismus unter Ronald Reagan und Margret Thatcher in den 80er Jahren die Herrschaft über den Planeten übernommen hat, wie im einzelnen klar nachzuweisen wäre.
Insofern sind die Filme von Melville eine stimmige und geradezu prophetische Bestandsaufnahme der Gegenwart: Der sinnlose Materialismus ist im Grunde an seinem Ende angekommen. Ob aber in dieser Adventszeit ein Umschwung stattfinden wird, ist mehr als fraglich.

Die Rückzugsgefechte der „alten Welt“ werden andauern, auch wenn diese immer brüchiger geworden ist.

Freitag, 17. November 2017

Salvator Mundi

Heute berichten alle Tageszeitungen von einer Auktion in New York, bei der am Mittwochabend (15.11.2017) der Christus verkauft wurde. Gemeint ist das Gemälde „Salvator Mundi“ aus der Werkstatt von Leonardo da Vinci. Dieses Bild hat mit knapp einer halben Milliarde den bisher höchsten Preis auf dem Kunstmarkt erzielt.
Das sind ein paar Dollar mehr als die 30 Silberlinge, die einst Judas für seinen Verrat erhielt.
Das Ereignis ist symptomatisch für unsere Zeit:
Die Reichen dieser Welt, die nicht mehr wissen, wohin mit ihren gestohlenen oder durch kriminelle Machenschaften errungenen Millionen, suchen eine sichere Geldanlage. Dabei ist seit ca. 30 Jahren der Kunstmarkt attraktiv geworden. Milliardäre bevorzugen ihn, während Millionäre wie die Herren Trump & Co. immer noch in Immobilien investieren. Kleinere Vermögende zocken am Kapitalmarkt mit Aktien.
Die perversesten Anleger investieren in die Rüstung.
Für mich hängt an all diesen Händen Blut. Und ich denke dabei an das Credo von Gordon Gekko in dem Film „Wall Street“ (1987): „Brauchst Du einen Freund, kauf dir einen Hund!“
Insofern können mir die armen Reichen Leid tun: sie haben das Wichtigste nicht, das es auf der Welt gibt: Freundschaft.
Freundschaft kann man nicht kaufen. Freundschaft baut auf bedingungslosem Vertrauen auf. Aber die geldgierigen  Finanzjongleure genießen bei niemandem wirkliches Vertrauen, denn sie zerstören es täglich von neuem.
Sie schmoren schon jetzt in der Hölle.


Da hilft ihnen auch ein gekaufter Salvator Mundi nicht mehr.

Sonntag, 12. November 2017

Mit Rechten reden?

Immer wieder stoße ich auf Kritik von Freunden, die manche Dinge, die ich in meinen Blogs schreibe, „geradezu unerträglich“ finden und mich immer wieder mit dem „braunen Sumpf“ in Verbindung bringen wollen oder mich verdächtigen, der „jüdisch-bolschewistischen Weltverschwörung“ anzuhängen.
Dazu möchte ich folgendes feststellen: Ich habe durchaus in meinen letzten Schuljahren mit linken Ideen sympathisiert. Damals gab es kaum Alternativen zu dem kapitalistischen Gesellschaftsmodell. Alle „Guten“ waren Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre mehr oder weniger links. Die ganz Überzeugten meiner damaligen Kameraden und Freunde traten auch bald einer linken Splitterpartei ein. Davon gab es etliche: Von Marxisten-Leninisten über Trotzkisten bis zu den Maoisten.
Dadurch, dass ich durch das Abitur gefallen war, weil ich während der Mathe-Prüfung nach der Lösung der ersten beiden Aufgaben „revolutionäre“ Comics gezeichnet hatte und dadurch mit 4,5 eine fünf in Mathe bekam, die ich nicht ausgleichen konnte, musste ich die 13. Klasse wiederholen und lernte im Schuljahr 1971/72 in einer von meinem verehrten Lehrer Bertolt Hasen-Müller gehaltenen „Philosophie-AG“ die Dreigliederung und in ihrem Zuge auch die Anthroposophie Rudolf Steiners kennen. Hier erst ahnte ich eine brauchbare Alternative zur bestehenden Gesellschaft und entschied mich für den Beruf des Waldorflehrers.
Ich glaubte an eine evolutionäre Veränderung der Gesellschaft und lehnte jede gewaltsame Revolution ab. Allerdings lernte ich während meines Germanistik-Studiums in Stuttgart auch einige militante Marxisten kennen, mit denen ins Gespräch zu kommen schier unmöglich war. Wenn ich es versuchte, so merkte ich bald, dass das einzige Ziel des Gegenübers „Indoktrination“ war. Ich verstummte und ließ den anderen reden, beobachtete aber ganz genau.
Mit der Zeit stellte ich fest, dass diese Menschen wie besessen von ihrer Idee des Kommunismus waren. Dabei denke ich vor allem an einen Zivi, der mit mir auf dem gleichen Zimmer in der Alexanderstraße wohnte. Er hieß Karle und sah aus wie Charles Bronson. Als strammer Kommunist stimmte er bei jeder passenden (oder unpassenden) Gelegenheit die „Internationale“ an. Natürlich war er rhetorisch besser als ich und ich hatte seinen Argumenten damals nichts entgegenzustellen. Ich hatte nie Karl Marx oder Lenin gelesen, nachdem ich festgestellt hatte, wie abstrakt intellektuell ihre Ideen waren. Die marxistische Ideologie interessierte mich nicht.
 „Kalle“, der übrigens jeden Abend mit einer anderen Frau ausging, war mir nicht unsympathisch, aber ich hätte nie eine dauerhafte Freundschaft mit ihm eingehen können. Es trennten uns Welten.
Anders ist es mir mit meinem Jugendfreund Konrad gegangen, einem Volksschullehrersohn aus streng katholischem Elternhaus. Er hat die Krankenpflegeausbildung an einem Münchner Krankenhaus (Rechts der Isar) absolviert, sich später proletarisiert und ist ins Ruhrgebiet gezogen, wo er im Bergbau gearbeitet hat. Außerdem hat er den Transport medizinischer Geräte nach Kuba organisiert. Er ist überzeugter Kommunist und Antifaschist und hat an der Wanderausstellung und  dem dazu erschienene Katalog und Buch „Zug der Erinnerung“ mitgearbeitet, in dem die Bundesbahn als rechtliche Nachfolgerin der Reichsbahn angeklagt wird, weil sie Menschen in die Konzentrationslager transportiert hat.
Wir konnten unsere Freundschaft lange aufrecht erhalten, auch wenn die Kontakte mit der Zeit immer seltener wurden. Aber gerade heute habe ich über Facebook eine Nachricht von ihm erhalten, worüber ich mich sehr gefreut habe.
Ein dritter Freund ist Fritz, der einstmalige „Chefredakteur“ unserer Schülerzeitung, an deren Gestaltung ich auch teilgenommen habe. Ein anderes Redaktionsmitglied, Johannes Legner, ist später Mitbegründer der TAZ und Pressesprecher von Joachim Gauck geworden.
Fritz war einer der besten Schüler des Gymnasiums. Ich wusste, dass er ein großer Verehrer von Ernst Bloch war. Wir hatten viele sehr schöne Gespräche, auch wenn wir nicht immer unbedingt gleicher Meinung waren. Er lehnte bei der Abiturfeier den ihm zugedachten Ersten Preis ab, proletarisierte sich und ging als einfacher Arbeiter zur BASF nach Ludwigshafen. Dort stieg er zum Betriebsrat auf und engagierte sich für die Arbeiterschaft. Ich schätze Fritz sehr als kritischen Geist. Er liest meine Blogs und findet sie zum Teil „unerträglich“, was er mir auch offen sagt.
Man kann sagen, dass ich bis vor zwei Jahren in vielem konform mit Konrad und Fritz ging. Für mich waren die Nazis eindeutig die Bösen und ich schämte mich wie viele für die Verbrechen deutscher Soldaten im Zweiten Weltkrieg.
Ein Wendepunkt trat ein, als ich meinen ersten Deutschkurs gab. In dem Kurs waren vorwiegend syrische Flüchtlinge mit höherem Bildungsgrad. Als ich in einer Stunde nach den Grenzen Deutschlands auch die Grenzen Syriens besprechen wollte, wehrten sie sich, als ich den Namen „Israel“ nannte, ein Staat, der ja in den Golanhöhen an Syrien angrenzt. Ich verstand in diesem Augenblick überhaupt nichts mehr: Wieso durfte man nicht von „Israel“ sprechen. Ich mag keine „Tabuthemen“.  
Aber ein Kursteilnehmer aus Aleppo schaute mich aus traurigen Augen an und sagte: für uns gibt es nur Palästina. Von da an begann meine Nachforschung und ich erfuhr, warum so viele Araber dem 1948 gegründeten Staat feindlich gegenüberstehen.
Mein zweites Schlüsselerlebnis fand fast gleichzeitig statt. Ich lernte eine russische Frau kennen und lieben, durch die ich aus erster Hand erfuhr, wie es in der sowjetischen Gesellschaft in Wirklichkeit zugegangen ist. Daraufhin begann ich mich mit der Geschichte der Zaren und der Russischen Revolution zu beschäftigen.
Außerdem wollte ich schon lange wissen, wieso in Deutschland unter den Nationalsozialisten der Antisemitismus so stark wurde, zumal da das schlimmste antisemitische „Hetzblatt“ sogar meinen Familiennamen trug: „Der Stürmer“.
In den vergangenen drei Jahren recherchierte ich im Internet und stieß auf Zusammenhänge, die mir bis dahin vollkommen verborgen waren. Unter meinen Quellen waren mit Sicherheit auch Seiten „rechter“ Schreiber.
Früher habe ich solche Seiten aus Prinzip nicht angeschaut oder gelesen. Es war für mich wie für alle meine „linken“ Freunde nur „Volksverhetzung“. Inzwischen habe ich meine linken Scheuklappen abgelegt und meide nicht mehr alles, was den Anschein hat, „rechts“ zu sein oder von den Linken als „rechtspopulistisch“ bezeichnet wird. Ich versuche mir mein eigenes Urteil zu bilden. Allerdings übernehme ich nichts, was ich nicht geprüft habe.
Dabei stellt sich mir immer deutlicher heraus, dass vieles, was die „Rechten“ behaupten, nicht absolut falsch ist, auch wenn mir manchmal der Ton nicht gefällt. Das Anathema „Antisemitismus“ ist zwar ständig präsent, aber als Christ versuche ich immer, auch meine „Feinde“ zu verstehen. In dem Bannfluch „Antisemit“ höre ich leider immer wieder das „kreuzige“ und nicht das „Vater vergib ihnen“ durch.
Seitdem über neunzig AfD-Kandidaten im deutschen Bundestag Platz genommen haben, fordern immer mehr vernünftige Leute, man müsse auch mit den „Rechten“ reden. Aber wie kann man mit ihnen reden, wenn man ihre Positionen gar nicht kennt oder nicht kennen will?

Diese Hürde zu überwinden und einen Blick in den „Giftschrank“ zu tun, wird wohl notwendig sein, wenn es nicht zu einer vollkommenen Spaltung unserer Gesellschaft kommen soll.

Donnerstag, 2. November 2017

Notwendige Ergänzungen zum offiziellen Gedenken an die "Russische Revolution" und das Epochenjahr 1917

Seit einer Woche kreist mein ganzes Denken um die Russische Revolution und das Ende der Zarenfamilie. Diese begleitet mich, seitdem ihr Foto, das mir Vater Andrej am 20. August in Lomonossow geschenkt hatte[1], in meinem Schlafzimmer bei dem Modell der Dreieinigkeitskirche und den beiden kleinen Matruschkas steht. Ich fühle mich zutiefst mit ihr verbunden, seitdem ich die hervorragende Biografie von Edward Radsinski („Nikolaus II.“) gelesen habe.
Auf Arte wird der damaligen Ereignisse gedacht. Am Dienstag sahen wir die Dokumentation „Lenin und Gorki“, am Sonntag „Der Untergang der Romanows“.
Aber all diese Sendungen verschweigen eine wichtige Tatsache: dass die  entscheidenden Betreiber der Revolution und des „Roten Terrors“ jüdische Atheisten waren.
Lenin hatte eine jüdische Mutter, Trotzki hieß eigentlich Bronstein, der Befehlshaber des Exekutionskommandos des Zaren Jakov Swerdlov und die Mörder der Zarenfamilie waren Juden.
Überhaupt ist viel zu wenig bekannt, dass von den 556 leitenden Kommunisten der Sowjet-Regierung 457 Juden waren, wie Robert Wilton in seinem bereits 1920 erschienen Buch „The Last Days of The Romanows“ anhand einer beigefügten Namensliste öffentlich machte. Heute wird diese Tatsache in den wichtigsten Publikationen eher verschwiegen und man muss schon in den „Giftschrank“ greifen, das heißt Bücher aus sogenannten „rechten“ Verlagen konsultieren, um sich über diese Tatsache zu informieren.
Es ist ja nicht unbedingt wichtig, werden manche sagen, ob es Juden waren oder nicht. Ich behaupte mit vielen anderen, die tiefer sehen wollen: doch, es ist entscheidend!
Dabei geht es natürlich nie um die große Mehrheit der Juden, sondern nur um eine führende Minderheit, die allerdings so schillernd ist, dass man sie nicht leicht identifizieren kann, obwohl es manche Versuche gibt: Chassidim, Zionisten oder Chabad Lubawitsch. Das ist ja gerade das Charakteristikum, dass man die Hintermänner, die sich streng im Hintergrund halten, nicht „greifen“ kann, während bei den dummen „Deutschen Michels“ so gut wie die meisten Verbrecher vor Gericht gestellt wurden und heute, sofern sie noch leben, noch werden.
Die beste und gut belegte Untersuchung, die ich zu diesen Komplex gelesen habe, ist Johannes Rogalla von Bibersteins Buch „‘Jüdischer Bolschewismus‘ – Mythos und Realität“, Edition Antaios, Schnellroda 2004. In dem Buch wird der Oberrabiner Jakob Mazeh von Moskau zitiert, der Trotzki eindringlich gewarnt haben soll: „Die Trotzkis machen die Revolution, aber die Bronsteins müssen dafür bezahlen“ (nach Arthur Hertzberg, „Wer ist Jude?“, München 2000, S 265).
Im Gegensatz dazu steht in dem blauen Reclam-Bändchen „Kompaktwissen Geschichte“ über „Die Russische Revolution“ des Oberstudienrats und Geschichtsdidaktikers Hartmann Wunderer (1950 – 2016), der vor allem Materialien für den Schulunterricht zusammengestellt hat, kein Wort über die Verantwortung von Juden bei dieser „Veranstaltung“, die so viel Leid über das russische Volk und im weiteren Sinne auch über das deutsche gebracht hat.
Im Kapitel 3 („Gewalt und Gewaltkultur in der Russischen Revolution: Zu den Ursachen von Gewaltexzessen im vorrevolutionären und revolutionären Russland“) werden einzelne Gewaltexzesse der Bolschewiki aus Jörg Barberowskis Untersuchung „Revolution in Russland 1917 – 1921“, Erfurt 2007 (Landeszentrale für politische Bildung Thüringen) geschildert, die an Schrecken kaum zu überbieten sind. Ich werde die Schilderung dieser „Gewaltkultur“ (welch ein Unwort!) nicht wiederholen.
Wunderer fährt fort: „Diesen grässlichen Berichten können zahllose weitere von beiden Bürgerkriegsparteien an die Seite gestellt werden. In der Stalinzeit stieg die Zahl der Opfer solcher barbarischen Gewalthandlungen in die Millionen. Aber bereits unter Lenin und Trotzki gab es brutale Gewaltexzesse gegen politische Gegner, die von den Führern der bolschewistischen Revolution hingenommen oder vielleicht sogar befürwortet wurden. Manche Führer der Tscheka wurden für ihre massenhaft ausgeführten barbarischen Handlungen mit Orden ausgezeichnet. Die historische Forschung steht hier vor einem bislang wenig befriedigend erklärten Phänomen. Die traditionellen und seriösen wissenschaftlichen Analysen der russischen bzw. sowjetischen Geschichte weichen diesem – ihnen durchaus bekannten – Problem aus.“ (S 104f).
Wunderer versäumt nicht, an dieser Stelle auf die Nationalsozialisten hinzuweisen und erläutert in einer Fußnote: „Auch in der Zeit des Nationalsozialismus gab es ähnliche Gewaltexzesse seitens der SS oder der Wehrmacht gegen Menschen, die als Widerstandskämpfer, Partisanen oder als ‚Untermenschen‘ etikettiert wurden. Aber auch amerikanische Soldaten konnten sich in Extremsituationen – etwa im Vietnamkrieg – zu solchen Gewalthandlungen gegenüber militärischen Feinden hinreißen lassen. In Russland und in der späteren Sowjetunion schienen solche barbarischen Praktiken aber zur gesellschaftlich weithin akzeptierten ‚Normalität‘ zu gehören.“
Wunderer, der keine Namen nennt, versucht, die Gewalttaten der Bolschewiki zu relativieren, indem er sie mit denen der Nationalsozialisten in eine Reihe stellt. Ja, er versteigt sich sogar zu der Behauptung, dass sie anscheinend zur „gesellschaftlich weithin akzeptierten ‚Normalität‘“ gehört hätten.[2]
Das widerspricht eklatant den Dokumenten, wie zum Beispiel den Briefen aus dem Gulag, die im Augenblick in einer Ausstellung der Freiburger Universitätsbibliothek („Letzte Botschaften – Briefe von Vätern aus dem Gulag“)[3] zu lesen sind und den Schilderungen Betroffener, die jeder kennt, der einmal in einer ruhigen Stunde mit russlanddeutschen Aussiedlern und ihren russischen Ehefrauen gesprochen hat, wenn sie von ihren Eltern erzählen, die bereits im Jahr 1933 unter dem Diktator Stalin nach Sibirien oder nach Kasachstan deportiert wurden – zum Teil von einem Tag auf den anderen und mitten im Sommer, als das Getreide auf den Feldern erntereif war.

  

Dabei sind bei den Erzählenden immer Tränen geflossen und sie fließen heute noch bei all solchen Gelegenheiten, wie ich aus eigener Erfahrung bezeugen kann.
Aber es ist nicht leicht, diese Menschen zum Sprechen zu bewegen. Ähnlich wie meine Eltern, die in der Zeit des Nationalsozialismus ihre entscheidenden Jahre erleben mussten, versuchten diese Menschen das Grauen, das über sie gekommen war wie ein schrecklicher Schicksalsschlag, zu verdrängen. Die traumatischen Erlebnisse sind zu schmerzhaft. Es kann also keine Rede sein von einer „weithin akzeptierten Normalität“.
Es ist auch ein wesentlicher Unterschied, ob deutsche Wehrmachtssoldaten Partisanen verfolgten und allzu oft grausam liquidierten, wie oftmals beschrieben wurde (Zum Beispiel von der Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch in „Die letzten Zeugen – Kinder im zweiten Weltkrieg“, 2008). Ohne diese Taten irgendwie entschuldigen zu wollen, muss doch festgehalten werden, dass diese Partisanen im Krieg als gefährliche Feinde betrachtet wurden, die irgendwie abgeschreckt werden mussten.
Was Leute wie Jakov Swerdlov taten, der Präsident des sowjetischen Exekutiv-Komitees, der nach dem Attentatsversuch auf Lenin am 28. August 1918, einen Erlass mit dem Titel „Gnadenloser Massenterror gegen alle Feinde der Revolution“ veröffentlichte, in dessen Folge alle politischen Parteien verboten, ungefähr 800 Mitglieder der sowjetischen sozialistischen Partei exekutiert und im ersten Jahr mindestens 3800 andere politische Gegner erschossen wurden, steht in einem anderen Zusammenhang: Hier waren es nicht „Feinde“ im eigentlichen Sinne des Wortes, sondern Andersdenkende.
Das Morden richtete sich aber nicht nur gegen politische Gegner, auch wenn sie ebenfalls einer sozialistischen Utopie nachhingen, sondern gegen die Mitglieder der Aristokratie, der besitzenden Klassen („Bourgeoisie“), gegen die „Intelligentia“, gegen Kosaken und schließlich auch gegen die besitzenden Bauern, die Kulaken.
Am schlimmsten wütete die bereits im Dezember 1917 gegründete Geheimpolizei „Tscheka“ dabei. Auch hier wird geflissentlich verschwiegen, dass die führenden Köpfe dieser Mörderorganisation Juden waren. Selbst der jüdische Harvard-Historiker Richard Pipes bestätigt in seinem 1990 erschienenen Buch „The Russian Revolution“, dass dreiviertel der Führungsriege der Tscheka Juden waren, „many of them riff raff, incapable of any other work, cut off from the Jewish community, although carefully to spare fellow Jews.” (zitiert nach Benton L. Bradberry, “The Myth of German Villainy”, AuthorHouse, Bloomington, 2012, S 91).
Auch das ganze Gulag-System, das aus über 500 Hauptlagern und vielen weiteren Nebenlagern bestand, wurde hauptsächlich von jüdischen Sowjetfunktionären gegründet und geleitet.
Diese Lager werden in einem der Standartwerke über die deutschen Konzentrationslager, (Nikolaus Wachsmanns, „KL – Die Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager“ Siedler, München 2016) als weniger barbarisch als die Lager der SS bezeichnet, wenn der Londoner Geschichtsprofessor  im Vorwort schreibt: „In Anbetracht dieser Parallelen und der frühen Entstehung des sowjetischen Systems haben einige Beobachter die Behauptung aufgestellt, die Nationalsozialisten hätten die Idee der Konzentrationslager einfach von den Sowjets übernommen. Diese Behauptung ist irreführend, aber sie ist fast so alt, wie die SS-Lager selbst. Zweierlei spricht dagegen. Erstens gab es gravierende Unterschiede zwischen den beiden Lagersystemen. So nahmen die KL, obwohl es anfangs in den sowjetischen Lagern mehr Todesfälle gab, später eine radikalere Wendung und entwickelten sich zu immer tödlicheren Einrichtungen, bis hin zum Vernichtungskomplex Ausschwitz. Etwas Vergleichbares gab es weder in der UdSSR noch irgendwo sonst.“ (S 15f).
Wer den Ausdruck „Todesfälle“ dem Wort „Vernichtungskomplex“ gegenüberstellt, der macht sich meines Erachtens einer unzulässigen Verharmlosung des Gulag-Systems schuldig. Dagegen sprechen die Bände des Literaturnobelpreisträgers  Alexander Solschenitzin über den „Archipel Gulag“ eine andere Sprache. Hier bekommen die „Todesfälle“, die von verschiedenen Wissenschaftlern als „in die Millionen gehend“ bezeichnet werden, ein „Gesicht“.
Aber immerhin bekam der 1971  in München geborene Historiker Wachsmann 2016 für sein knapp 1000seitiges Werk den „Jewish –Quarterly-Wingate-Prize“.
Wachsmann schildert ausführlich von den ersten NS-Lagern, in denen etwa 200000 politische Gegner, meist Kommunisten, nach dem Reichstagsbrand in „Schutzhaft“ genommen wurden. Dazu wurden Gebäude gebraucht.
Wachsmann erzählt aber auch, dass die meisten dieser „Gefängnisse“, in denen die Gefangenen „umerzogen“ werden sollten, nach einigen Wochen oder Monaten wieder „geschlossen“ wurden. Übrig blieb „eine Handvoll“ neu errichteter Lager, darunter „Himmlers Modelllager“ Dachau (S 44/S 67ff). Wachsmann beschreibt den Alltag in den Gefängnissen in den ersten Jahren folgendermaßen: „Trotz vieler Härten fanden die meisten Schutzhäftlinge das Leben in den Gefängnissen und Arbeitshäusern erträglich. Sie waren üblicherweise getrennt von den übrigen Insassen untergebracht, manchmal in großen Gemeinschaftszellen. Einzelzellen indessen waren einfach, aber nicht spartanisch, gewöhnlich ausgestattet mit einem Bett, einem Tisch, einem Stuhl, einem Regal, einer Waschschüssel und einem Eimer als Toilette. Essen und Unterkunft waren trotz der Überbelegung meistens ausreichend, und normalerweise mussten die Häftlinge nicht arbeiten, sondern verbrachten ihre Zeit mit Reden, Lesen, Gymnastik, Stricken, beim Schach und ähnlichen Spielen. Während seiner Inhaftierung im Berliner Gefängnis Spandau im Sommer 1933 gelang es Ludwig Bendix, einem angesehenen deutsch-jüdischen Anwalt und gemäßigt linken Rechtskommentator, sogar eine Abhandlung über ein Strafrechtsthema zu konzipieren, die wenig später in einer renommierten deutschen kriminologischen Zeitschrift veröffentlicht wurde.“ (S 46).
Die ersten „Todesfälle“ im Lager Dachau waren nicht politische Gegner oder Juden, sondern Teilnehmer am „Röhm-Putsch“, die als „Verräter“ bezeichnet wurden. Nachdem tags zuvor bereits sechs „Verräter“ hingerichtet worden waren, fiel am 1. Juli 1934 der Anführer des Putsches selbst, getroffen von einer Kugel des damit Beauftragten Theodor Eicke. Die letzten Worte des sterbenden SA-Mannes waren: „Führer, mein Führer!“ (Wachsmann S 99f)
Die „Tötungsmaschinerie“ im erst 1941 gegründeten Lager Ausschwitz „begann“, wie Wachsmann schildert, erst im späten Frühjahr des Jahres 1944 seinen „mörderischen Scheitelpunkt zu erreichen“ (S 342), als die Lage des Dritten Reiches im Zweiten Weltkrieg immer verzweifelter wurde und selbst die deutsche Bevölkerung unter Lebensmittelknappheit zu leiden hatte.
Die Bolschewiken ließen sich, wie oben geschildert, nicht so lange Zeit. Sie töteten ihre Gegner und die „Verräter“ sofort. Es gibt von den ehemals etwa 500 Lagern heute nur noch eines, das rekonstruiert und zu einem Museum ausgebaut wurde: Das Lager „Perm 36“ in Sibirien.
Die Verhältnisse in diesen Gefängnissen waren ungleich „spartanischer“: Die Insassen schliefen auf dem nackten Boden und hatten höchstens Stroh als Unterlage. In den sowjetischen Lagern waren laut Wikipedia von 1930 – 1953 mindestens 18 Millionen Menschen inhaftiert.   Elf der zwölf größten Lager hatten jüdische Kommandanten. Bereits 1935 berichtete der Deutsche Hermann Greife über die sowjetischen Konzentrationslager in einem Büchlein, das 1937 zuerst in Amerika erschien und auch heute nur in einer englische Ausgabe vorliegt (natürlich in dem rechten Ostara-Verlag, 2011)[4].
In dem „seriösen“ Übersichtswerk „Träume und Alpträume – eine Geschichte Russlands im 20. Jahrhundert“, H.C.Beck, München 2013, schildert der Freiburger Historiker Dietmar Neutatz, der die Oktoberrevolution von 1917 für einen „Staatsstreich“[5] hält, aus Sicht der heutigen wissenschaftlichen Erkenntnis das GULag-System folgendermaßen:
„Integraler Bestandteil der ersten Fünfjahrespläne war der Einsatz von Zwangsarbeit. Der GULag (eigentlich: ‚Staatliche Verwaltung der Lager‘) hatte seinen Anfang im Sommer 1918 genommen, als die Geheimpolizei unter Feliks Dzierzynski damit begann, Regimegegner in Konzentrationslager zu sperren. Ende 1920 gab es bereits 170 derartige Lager, die neben dem traditionellen System von Haftanstalten existierten. Um die politischen Häftlinge von der Außenwelt zu isolieren, errichtete man 1923 auf den abgelegenen Soloveckie-Inseln im Weißen Meer in einer ehemaligen Klosteranlage den ersten großen Lagerkomplex. 1925 befanden sich dort schon 6000 Gefangene. Ab 1919 wuchs das System der Straflager zu einem riesigen ‚Archipel‘ (Solzenicyn) an, dem ökonomische Aufgaben zugewiesen wurden. Zwischen 1928 und 1930 erhöhte sich die Zahl der von der Geheimpolizei festgehaltenen Gefangenen von 30000 auf mehr als 300000. Der Arbeitseinsatz von Häftlingen konzentrierte sich auf Regionen und Tätigkeiten, für die freiwillige Arbeitskräfte nur schwer zu gewinnen waren. Der hohe Norden Russlands und unwirtliche Gegenden Sibiriens, in denen es Rohstoffvorkommen und Holz gab, wurden regelrecht mit Arbeitslagern kolonisiert. Das zu Beginn der 1930er Jahre größte Arbeitslager befand sich in Karelien: bis zu 170000 Häftlinge wurden beim Bau des Weißmeer-Ostsee-Kanals (Belomorkanal) eingesetzt. Mit primitiven Mitteln wurde eine 227 Kilometer lange Wasserstraße gebaut, die am Ende ökonomisch nutzlos war, weil sie nur von flachen Kähnen befahren werden konnte. Mindestens 25000 Häftlinge kamen auf der Baustelle ums Leben.“ (S  229f).
Außer dem Namen des polnischen Revolutionärs Dzerzhinski werden keine Namen genannt. Das ist bezeichnend für solche wissenschaftlichen Arbeiten. Der nicht-praktizierende Katholik Dzerzhinski  sprach Jiddisch wie seine Familie. Er war der Nachfolger von Moses Uritzky, der aber schon am 17. August 1918 ermordet wurde. So bleibt auch der Name des Leiters des erwähnten Weißmeerkanalprojekts ungenannt: es war der GPU-Leiter Gendrik Yagoda, einer der brutalsten Schlächter der Bolschewisten. Er stammte aus einer jüdischen Familie, genau wie die meisten der 37 Mitglieder der Administration der Bauarbeiten.
Neutatz vergisst allerdings nicht zu erwähnen, dass dieses mörderische Projekt, bei dem tausende von Zwangsarbeitern grausam ums Leben kamen, in der sowjetischen Propaganda verherrlicht wurde:
„Ein sogar in englischer Übersetzung herausgegebenes Buch glorifizierte 1934 das Unternehmen zu einem einzigartigen Umerziehungsprojekt, das aus Verbrechern ehrbare Sowjetbürger geformt habe. (…) ‚Die Errichtung dieses Kanals ist einer der brillantesten Siege menschlicher Energie über die wilde Natur‘, schrieb Gor’kij, ‚aber sie ist noch mehr: sie ist der glänzend geglückte Versuch, Tausende ehemalige Feinde der Sowjetgesellschaft zu transformieren.“ (S 230)
Jagoda wird nicht einmal im Personenregister des knapp 700seitigen neuesten Standartwerkes zur sowjetischen Geschichte erwähnt. Dafür kommt der Leiter eines anderen grauenhaften Projekts, das unter dem Namen „Holodomor“ in die Geschichtsbücher einging, der Jude Lazar Kaganovitsch mehrmals in dem Buch vor:
„ Stalin (…) verfügte noch nicht über ausreichende Macht, um alleinherrlich über alles zu bestimmen. (…) 1930 bis 1935 fungierten zuerst Molotov und dann Kaganovic als Stellvertreter Stalins in der Partei.“ (S 267)
Ein Ziel des Sowjetregimes war die „Kollektivierung“ der Landwirtschaft. Neutatz führt aus:
„Die schlimmste Folge der Kollektivierung war aber die große Hungersnot von 1932 bis 1934. Die Produktivität war gesunken und die Motivation der Bauern, für die Kolchosen zu arbeiten, war gering, denn sie wussten, dass das Getreide nach der Ernte vom Staat konfisziert wurde. Der Hunger begann 1931 und nahm 1932 ein verheerendes Ausmaß an, weil das Regime den Bauern die letzten Vorräte abpresste (…). Stalin verschärfte die Hungersnot vorsätzlich, denn sie bot die Gelegenheit, den Widerstand der Bauern endgültig zu brechen. (…) Stalin schickte im November und Dezember 1932 außerordentliche Kommissionen in die wichtigsten Getreideregionen, um systematisch Getreidevorräte aufzuspüren und abzutransportieren. Die Bauern wurden gezwungen, ihre Überlebensvorräte preiszugeben und damit dem Hungerstod ausgeliefert.“ (S 234).
Stalins Stellvertreter Kaganovitsch wird hier bezeichnenderweise nicht erwähnt, aber er war es, der als treuer Erfüllungsgehilfe den später „Holodomor“ genannten Hungertod von Millionen russischen Bauern organisierte.
„Die Auswirkungen auf die Bauern waren einschneidend. Innerhalb weniger Monate starb in vielen Dörfern die Hälfte der Menschen an Entkräftung. Eine Frau aus dem Gebiet Saratov erinnerte sich: ‚Was war das Schrecklichste in meinem Lebe? Das war der Hunger. Die Menschen fielen um wie die Küken im Inkubatur. Mein Vater und ich kauften einmal auf dem Markt Sülze, und als wir zu Hause essen wollten, stellte sich heraus, dass es Menschenfleisch war, wir fanden einen Fingernagel darin.‘“ (S 235).
Zahlen spielen keine Rolle in dem Grauen, da sowieso niemand da war, der mit einem Stift und einem Blatt Papier all die Toten, die nicht einmal mehr begraben werden konnten, zählen konnte. Wer hätte das auch tun sollen? Die Hungernden? Die Geheimpolizei?
Man kann die Zahl der Hungertoten nur schätzen. Die neuesten Schätzungen schwanken zwischen zwei und sieben Millionen.[6]
Erst seit 2008 gibt es in der Ukraine ein Museum, das über diesen Genozid des Sowjetregimes informiert: Das „Memorial of Holodomor Victims“ am Ufer des Dnjepr in Kiew.
Es ist erschreckend und traurig zugleich, feststellen zu müssen, dass Angehörige des „Auserwählten Volkes“ nicht vor Mord und Totschlag zurückschreckten, um ihre marxistische Utopie zu realisieren und ein Himmelreich auf Erden zu schaffen.
Es ist ihnen, wie vorauszusehen, nicht gelungen.
Aber dafür haben jüdische Zionisten immerhin ihren eigenen Staat geschaffen: Israel.
Dass auch dieser Staat in Wirklichkeit eine Fehlkonstruktion ist, die seit bald 70 Jahren Konflikte und Kriege hervorbringt, bei der bisher Tausende gestorben sind, wird immer wieder verdrängt. Wer daran erinnert, wird schnell als „Antisemit“ gebrandmarkt.
Exakt heute vor 100 Jahren, am 2. November 1917, wurde die Balfour-Deklaration unterschrieben, die den Juden „the establishment in Palestine of a national home“ garantiert.
Das Novemberheft des Geschichtsmagazins „Damals“ erlaubt einen – vermutlich unfreiwilligen Blick – hinter die Kulissen dieser „Erklärung“, die das britische „Foreign Office“ unter der Leitung von Außenminister Lord Balfour dem Vertreter der Zionisten, Lord Rothschild, gab. Der Autor eines Aufsatzes mit dem Titel „Spielwiese der Kolonialmächte“, Henner Fürtig, Professor am Hamburger „Institut für Nahoststudien“ am GIGA, nennt zwei Gründe, welche die britische Regierung bewog, den Zionisten dieses Zugeständnis zu machen, das allerdings erst 31 Jahre später verwirklicht wurde. Einen der beiden Gründe finde ich dabei besonders interessant.
Fürtig schreibt:
„Zum Ersten ließ (die britische Regierung) die ungünstige Entwicklung – nicht zuletzt auf dem nahöstlichen Kriegsschauplatz – schon seit 1916 ihre Anstrengungen verstärken, die USA zu einem Kriegseintritt auf Seiten der Entente zu bewegen. Aufgrund des politischen Gewichts der starken jüdischen Gemeinde in den USA versprach sich London durch die Balfour-Deklaration einen positiven Einfluss auf den Prozess der Entscheidungsfindung in Washington.“
Im Weißen Haus herrschte zu dieser Zeit der Präsident Woodrow Wilson. Sein wichtigster Berater war der reiche amerikanische Jude Bernard Manasse Baruch, der im nationalen Verteidigungsrat (Council of National Defence) saß. Dieser Mann profitierte mit seinen Guggenheim-Verbündeten durch ihr Kupfermonopol vom Krieg. Er ließ sich von Präsident Wilson am 4. März 1918 sogar zum Vorsitzenden des Kriegs-Industrie-Rates (War Industries Board) ernennen und hielt dadurch alle Zügel für die äußerst profitable Rüstungswirtschaft in den Händen.
Das erwähnt Professor Fürtig nicht.
Und dennoch ist es eine Tatsache, die jeder nachprüfen kann. Komisch nur, dass wir wieder einen einflussreichen Mann aus dem „auserwählten Volk“ im Hintergrund wichtigster welthistorischer Ereignisse wie den Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg am 6. April 1917 entdecken müssen.
Wer die Augen aufmacht und sich die Zeit nimmt, sich ohne Scheuklappen zu informieren, kommt immer wieder zum gleichen Ergebnis: Im Hintergrund wirken Akteure aus jüdischen Zusammenhängen.
Davor die Augen zu verschließen, ist nicht mehr möglich. Aber es wird systematisch getan aus dem einzigen Grund: Angst, als Antisemit stigmatisiert zu werden. Und diese Angst ist tatsächlich berechtigt.
Der Hinweis auf die Fakten hat schon Freundschaften zerstört und Karrieren beendet.
Mit dieser Angst rechnen offenbar jene Kreise, die beileibe nicht „typisch jüdisch“ sind, sondern wie viele ihrer reichsten und einflussreichsten Vertreter (wie z.B. Harvey Weinstein) nur unmoralisch, skrupellos und nur einem Gott verpflichtet: Mammon.




[2] Meine russische Freundin, deren Großeltern 1933 selbst Opfer des bolschewistischen Terrors geworden sind, bestätigt diese Angabe. Ja, leider sei es heute unter den meisten Russen der Fall, dass diese Untaten „gesellschaftlich akzeptiert“ werden. Viele, die den Terror nicht selbst erlebt haben oder keine Verwandten mehr haben, die davon berichten können, verehren „Väterchen Stalin“ wieder und meinen, dass er es richtig gemacht habe.
[4] Dr. Herman Greife, „Jewish run Concentration Camps in the Soviet Union”, Ostara Publications, o.O. und o.J.
[5] „Was wenig später als ’Oktoberrevolution‘ in die Geschichte eingehen sollte, war keine spontane Bewegung von unten, sondern ein von Lenin und Trotzkij geplanter und zielgerichtet ausgeführter Coup.“ (Neutatz, S 152)

Dienstag, 31. Oktober 2017

Festgottesdienst zum Reformationstag

Ausnahmsweise ist dieses Jahr der Reformationstag wieder einmal in ganz Deutschland Feiertag, weil sich heute der Thesenanschlag Martin Luthers zum fünfhundertsten Mal jährt.

In seinem Vortrag vom 15. Januar 1917 spricht Rudolf Steiner auch über die Reformation auf eine Weise, dass mir zum ersten Mal die tieferen Zusammenhänge klar werden. Er sagt, dass sich im vierten nachatlantischen Zeitraum, in der griechisch-römischen Kulturepoche der theokratische Charakter der dritten nachatlantischen Kulturepoche, der ägyptisch-chaldäischen noch einmal wiederholt. Träger der Theokratie sind die südeuropäischen Länder Italien und Spanien. Dort bildet sich als hierarchisch-theokratische Macht die römisch-katholische Kirche heraus, die im Hohen Mittelalter, also im 13. Jahrhundert, berechtigterweise zu ihrer vollen Machtfülle heranwuchs. Aber damals begannen schon Gegenströmungen. Rudolf Steiner verweist auf Walter von der Vogelweide und Wolfram von Eschenbach, die ein Christentum abseits von Rom anvisierten. Zur eigentlichen Opposition zu der Machtfülle der römisch-katholischen Kirche kommt es aber erst zu Beginn der Neuzeit mit John Wiclif, Johannes Hus und Martin Luther. Immer, wenn sich ein Impuls überlebt hat, tritt ein neuer Impuls auf, um den alten abzulösen. Das sind die geistigen Gesetze.
Der nächste Impuls ist das Diplomatische der Franzosen, der eigentlich auf ein verborgenes Königtum einer früheren Kulturepoche zurückgeht. Die ganze gebildete Welt sprach im 17. Und 18. Jahrhundert Französisch. Diesem Impuls entstand eine Opposition in der deutschen Klassik mit Schiller und Goethe.
Der dritte Impuls schließlich geht von Großbritannien aus und betrifft das Kommerziell-Industrielle. Er will sich über die ganze Welt ausbreiten, was ja heute durch die Globalisierung bereits der Fall ist. Die Opposition zu diesem Impuls, so deutet Rudolf Steiner zart an, stellt die Geisteswissenschaft dar.

Ich hatte mich entschlossen, heute am Reformationsfeiertag einmal in den zentralen Gottesdienst in der Stadtkirche Sankt Michael zu gehen und nicht in den Familiengottesdienst in der Kreuzäckergemeinde.
Es war mein erster Gottesdienst in der schönen spätgotischen Michaelskirche, in der Johannes Brenz 1527 die Reformation eingeführt hat, zehn Jahre nach dem Thesenanschlag. Es war ein „Ökumenischer Festgottesdienst zum Reformationstag“ mit der Dekanin Anne-Kathrin Kruse, die ich dadurch zum ersten Mal predigen gehört habe.  Außer ihr gestalteten Pastorin Ute Armbruster-Srephan von der Evangelisch-Methodistischen Kirche, Bettina Koch von den Baptisten und Pfarrer Thomas Hertlein von der katholischen Kirche den Gottesdienst, der gleichzeitig vom südwestdeutschen Rundfunk für den Sender SWR4 übertragen wurde.
Die schöne Einführung für die Hörer sprach Rundfunkpfarrerin Dr. Lucie Panzer, die ich schon oft im Radio gehört habe. Nun sehe ich die schlanke, sportliche Frau zum ersten Mal. Sie hat mir mit ihrer schönen Aussprache am meisten gefallen.
Lustig fand ich, wie die vier Pfarrerinnen im nördlichen Kirchenschiff auf einem Bänkchen Platz genommen hatten und ihre Auftritte erwarteten, alle, außer Lucie Panzer und Frau Koch in festlichem Ornat. Der katholische Geistliche, ebenfalls festlich gekleidet, der – wie ich annehme – nicht verheiratet ist, saß als fünfter genau in der Mitte der Frauen.
Dieser äußere Kontrast zeigt im Grunde mehr als all die frommen Worte, die in den Beiträgen gesprochen wurden, das wahre Verhältnis zwischen Evangelischer und Katholischer Kirche. Ein Abendmahl gab es nicht, obwohl es ein Festgottesdienst war. Auch das ist bezeichnend für die Kluft, die die beiden Kirchen immer noch trennt und die nicht so leicht zu überbrücken ist.
Das Zölibat und die unterschiedliche Abendmahlsauffassung sind die beiden Streitpunkte, die die Kirchen seit 500 Jahren trennen.
Nach dem Festgottesdienst lud Oberbürgermeister Pelgrim zum Empfang ins Rathaus ein, in jenen Rokoko-Bau, der genau gegenüber der Michaelskirche an der Stelle steht, an der vor dem großen Stadtbrand bis zum 31. August 1728 die Jakobskirche stand. Es gab im restaurierten Sitzungssaal Wein, Wasser, Orangensaft und verschiedene Arten von Croissants.

Atemberaubend ist der einmalige Blick vom Balkon des Sitzungssaales auf den Marktplatz, die Treppe, den romanischen Turm und das Schiff der Michaelskirche. Vom Untergeschoss des Turmes grüßt die wunderbare Michaelsstatue, also das Abbild des Stadtpatrons von Schwäbisch Hall.

Freitag, 13. Oktober 2017

"Weinstein in Love" und "Mathilda" - Töne aus der Vergangenheit und aus der Zukunft.

In dem Film „Luther“ von Eric Till (2003) gibt es eine Szene, die mich sehr beeindruckt hat. Man sieht einen Mann, der mit einem Hammer und Nägeln ein Blatt an eine hölzerne Kirchentür heftet. Man hört Hammerschläge. Es ist eine – wohl nicht ganz historische – Szene, die die Welt verändert hat. In genau zwei Wochen feiern wir am 31. Oktober den fünfhundertsten Jahrestag des Thesenanschlags Martin Luthers in Wittenberg. In dem Film, der vor 14 Jahren sehr erfolgreich in den Kinos anlief und in dem der britische Schauspieler Joseph Fiennes neben so namhaften Schauspielern wie Peter Ustinov (Kurfürst Friedrich der Weise) und Bruno Ganz (Luthers Lehrer Johann von Staupitz) die Titelrolle verkörperte, hallen die Hammerschläge als Echo durch die Jahrhunderte bis heute nach.
Das ist gut gemacht, weil es ohne viele Worte eine zentrale Botschaft vermittelt: jener Thesenanschlag hatte Folgen für die Menschheit. Wer sich für Geschichte interessiert, hört die kräftigen Hammerschläge noch heute, auch wenn sie die meisten Menschen nicht mehr erreichen werden. Der sinnlose „Lärm um nichts“ übertönt sie.
Joseph Fiennes wurde 1998 bekannt durch die Verkörperung einer anderen historischen Gestalt des 16. Jahrhunderts. In dem Film „Shakespeare in Love“ spielte er an der Seite von Gwyneth Paltrow den großen englischen Dichter. Der Film gewann sieben Oscars und viele andere Preise. Er war nach „Pulp Fiction“ (1994) und „The English Patient“ (1996) der dritte große Erfolg des Studios Miramax der Brüder Weinstein.
Die Hammerschläge Luthers mögen verklungen sein, aber ich höre bereits andere Donnerschläge, die mir aus der Zukunft entgegenschallen. Im Grunde haben sie im vergangenen November begonnen, als die Amerikaner Donald Trump zum Präsidenten gewählt haben.
Trumps Politik klingt in den Ohren der erwachenden Menschheit wie beinahe täglich wiederholte Donnerschläge. Nicht ohne Sinn nennt er sich „Trump“, was an „Trompete“ erinnert. Jedenfalls erlebe ich seine Politik wie Fanfarenklänge, die sich von Tag zu Tag zu verdichten scheinen. Da stand vor kurzem die Drohung im Raum, dass er das kleine Nordkorea, das von einem irren „Roketman“ regiert wird, am liebsten total vernichten würde, womöglich sogar mit einer Atombombe. Wenn ihn sein Außenminister, der ehemalige Exxon-Chef Rex Tillerson, ermahnt, es erst einmal mit Diplomatie zu versuchen, dann nennt er das Zeitverschwendung. Nun will er auch das nach zähen Verhandlungen vereinbarte Atomabkommen mit dem Iran kündigen. Zuvor bewegte er die USA, die UNESCO zu verlassen, eine Organisation, die sich unter anderem um das kulturelle Welterbe kümmert.
Interessanterweise finden die meisten Akte oder Vorhaben des amerikanischen Präsidenten den Beifall der derzeitigen Regierung Israels.
Bald hat der amerikanische Präsident, so wie es aussieht, nur noch einen einzigen wahren Verbündeten: Israel. Alle anderen, allen voran das sogenannte „liberale Amerika“ haben sich schon längst von ihm abgewandt. Zu diesem liberalen Amerika gehören unter anderen auch die Schauspieler, Regisseure und Produzenten Hollywoods.
Der Produzent Harvey Weinstein, der seit ca. zwei Wochen wegen sexueller Übergriffe am Pranger der Öffentlichkeit steht, war bisher ein enger Freund von Bill und Hilary Clinton, die als demokratische Politiker zusammen mit zahlreichen Intellektuellen die andere Seite des „liberalen Amerika“ verkörpern.
Trump und seine Administration dagegen zeigen die hässliche Seite der Supermacht.
Aber auch am anderen Ende der Welt brodelt es. Die einstige Supermacht, deren (roter) Stern vor 26 Jahren unterging, schickt sich an, in neuen Bündnissen einen Gegenpart zu den USA zu bilden. Die sogenannten BRIC-Staaten mausern sich zu einer Wirtschaftsmacht, die das einzige verbliebene Imperium nicht mehr ignorieren kann.
Auch hier liegt Aggression, wenn nicht sogar Krieg „in der Luft“. Mit dem Maidan-Aufstand gegen die legitime Regierung der Ukraine und der „Annexion“ der Krim durch Russland verschärft sich die Spannung zwischen den einstigen Gegnern wieder und manche Beobachter sprechen schon von einem neuen „Kalten Krieg“ und hören „Säbelrasseln“.
Interessanterweise ist es ausgerechnet ein Film, der im Augenblick die Gemüter der Russen erhitzt: „Mathilda“ handelt vom letzten Zaren Russlands, Nikolaus II., und seiner Liebe zu der Ballerina Mathilda Kschersinskaia. Die orthodoxe Kirche Russlands sieht in dem Film Blasphemie und wehrt sich heftig gegen die Aufführung in russischen Kinos.
Die „Zeit“ bringt in ihrer neusten Ausgabe (Nr.42 vom 12. Oktober 2017) unter dem Titel „… sonst brennen die Kinos“ einen langen Beitrag zu den Reaktionen orthodoxer Kreise auf den Film. Das erinnert – wohl bewusst – an jene Zeit, als in Deutschland andere Häuser brannten.
Dass der Film gerade in dem Monat in russischen Kinos anlaufen sollte, in dem die Welt der bolschewistischen Oktober-Revolution gedenkt, ist ein sprechendes Symptom.
Russland und die Welt wissen noch nicht, wie sie dieses Datum begehen sollen. Immerhin hat diese Revolution unzählige Opfer, unter anderem auch den Zaren und seine gesamte Familie, gefordert und ein System installiert, unter dem die russischen Menschen drei Generationen lang leiden mussten. Diese Revolution war ein Verbrechen und niemand, außer ein paar Verblendeten, wird dieses Ereignis heute noch verherrlichen.
Es wird ganz im Gegenteil Zeit, dass man endlich die historische Wahrheit erkennt und die Hintermänner benennt, die dieses Verbrechen eingeleitet und durchgeführt haben.
Seit siebzig Jahren werden die Deutschen fast täglich an ihre unvorstellbaren Verbrechen während des Zweiten Weltkrieges, der sechs Jahre lang den hässlichsten deutschen Ungeist über Europa brachte, erinnert. Das ist sicher auch verdient.
Aber dabei gehen die 70 Jahre grausamer kommunistischer Unterdrückung eines ursprünglich tief christlichen Volkes fast unter, auch wenn manche mutige Männer wie Alexander Solschenizyn schon früh an den „Archipel GULAG“ erinnert haben. Sein zweibändiges Werk  über die wahren Akteure hinter dem Kommunismus, „Zweihundert Jahre zusammen“ (Band 1: „Die russisch-jüdische Geschichte“, Band 2. „Die Juden in der Sowjetunion“), ist dagegen von den meisten Verlagen abgelehnt worden und deshalb wenig bekannt. Manche nennen es „antisemitisch“, und damit scheint der Fall erledigt.
Nein, das ist es meiner Meinung nach mitnichten!
In der Regel atheistische Angehörige der jüdischen Gemeinschaft waren nicht nur die Täter bei der Installierung eines unterdrückerischen, antichristlichen Systems in Russland, sondern auch die Akteure hinter der Gründung der Traumfabrik Hollywoods im amerikanischen Kalifornien, die regelmäßig solche menschlichen „Monster“ (J.J.Abrams) wie Harvey Weinstein hervorgebracht hat, die Frauen nur als Sex-Objekte betrachteten.
Es ist symptomatisch für unsere Zeit, dass man es im Augenblick bei der heftigen Diskussion in den Gazetten und Zeitschriften von der „Bildzeitung“ bis zur „Zeit“ tunlichst vermeidet, von „Juden“ zu sprechen.
So will die Bild-Zeitung morgen, ausgehend von dem Skandal um den jüdischen Produzenten Weinstein, eine Serie über Hollywood beginnen: "Hollywood - die Stadt der Sünde". In der Ankündigung heißt es: „Alles begann vor 100 Jahren! Eine Kaufmanns-Clique machte aus dem schläfrigen Vorort unter Orangen-Bäumen das Mekka der Stars – mit 355 Sonnen-Tagen und ‚Joy-Powder‘ (Freuden-Puder oder Kokain) – und Tausenden von Starlets“
Dass die „Kaufmanns-Clique" fast ausschließlich aus emigrierten osteuropäischen (askenasischen) Juden bestand, verschweigt das offen Israel-freundliche Boulevard-Blatt.
Das könnte ja als „antisemitisch“ aufgefasst werden. Und deshalb kann man nicht sachlich darüber sprechen, obwohl es die historische Wahrheit ist.

Es steht dabei offenbar zu viel auf dem Spiel: Hundert Jahre alte, sorgfältig aufgebaute Kartenhäuser könnten zusammenfallen.

Dieses "Rascheln" hören aber vorerst nur wenige.
Johannes Stürmer am 16.10.2017

Zur Lektüre von Mathias Bröckers "JFK - Staatsstreich in Amerika"

Gestern raste gegen 7.41 Uhr ein Asteroid von der Größe eines Hauses in nur 40000 Kilometer Entfernung an der Erde vorbei.
Lena war es den ganzen Tag übel und schwindlig.
Ich habe am Nachmittag mit wachsendem Interesse in Matthias Bröckers Buch „JFK – Staatsstreich in Amerika“[1] gelesen. Es kristallisieren sich mir immer mehr die Hintermänner des Attentats heraus und ich sehe in diesem Komplott Menschen am Werk, die maßgeblich von amerikanischen Juden gesteuert wurden, um den katholischen Kennedy-Clan zu vernichten, der sich zunehmend gegen den „industriell-militärischen Komplex“ wandte, um während der Kuba-Krise den Weltfrieden zu erhalten. Am interessantesten in diesem Geflecht ist das frühere „Traumpaar einer friedensbewegten demokratischen Zukunft“ (M. Bröckers, S 81): Cord Meyer und Mary Pinchot Meyer. Die beiden ließen sich 1958 scheiden. Cord arbeitete schließlich bei der CIA und ist einer der Hauptverantwortlichen für die „Operation Mockingbird“, die die „gezielte Unterwanderung und Manipulation der heimischen und internationalen Medien zum Ziel hatte“ (Bröckers, S 82). Seine Frau experimentierte unter der Aufsicht von Timothy Leary mit LSD und wurde eine der Geliebten des amerikanischen Präsidenten, mit dem sie von Jugend auf befreundet gewesen war.
Das Buch gewährt einen Einblick in die tieferen karmischen Zusammenhänge. 
Auch die jüdischen Mafia-Clans werden wieder sichtbar. Bröckers benennt und charakterisiert sie so: „Drei seit ihrer kriminellen Jugendzeit in den New Yorker Ghettos befreundete Männer – Mejer Suchowljanski (Meyer Lansky), Salvatore Lucania (Charles 'Lucky' Luciano) und Benjamin Siegelbaum (Bugsy Siegel) – schufen in den folgenden Jahren dann das, was seitdem das ‚organisierte Verbrechen‘ genannt wird: ein mit betriebswirtschaftlichen Managermethoden geführtes Syndikat, unter dessen Moderation die italienischen, jüdischen und irischen Banden gemeinsam ihren Geschäften nachgingen. Meyer Lansky war der ‚Aufsichtsratsvorsitzende‘, Geldverwalter und visionäre Kopf, Lucky Luciano der ‚Boss der Bosse‘ der sizilianischen Mafiafamilien und Bugsy Siegel der gefürchtete und extrem gewalttätige ‚Exekutivkiller‘. Dazu kam nach dem Friedensschluss der sizilianischen und der kalabrischen Mafia Ende der 20er Jahre noch Frank Costello, der als ‚Premierminister‘ die Kontakte zu Politikern und Behörden pflegte und nach Lucky Lucianos Verhaftung 1936 zum Boss der Cosa Nostra aufstieg.“ (Bröckers, S 24)
In den Mafia-Filmen werden meistens nur die italienischen Mafiosi in den Vordergrund gestellt. In Wirklichkeit zogen aber Leute wie Meyer Lansky die Fäden, dem seit 1946 die größten Casinos auf Kuba gehörten und der zusammen mit seinem Partner, dem „Scharfrichter“ Bugsy Siegel“ im selben Jahr den „Flamingo“ in Las Vegas eröffnete, den „ersten jener Hotelpaläste, die aus dem Wüstennest in Nevada bald das machen sollten, was den Großinvestoren Meyer Lansky und Lucky Luciano vorgeschwebt hatte: ein ‚Paradies voller Trottel‘, die sie legal ausnehmen konnten“ (Bröckers, S 27).



[1] Westend-Verlag 2017