Dienstag, 31. März 2020

Rudolf Steiner über Krankheit und Schmerz



Briefmarke der Deutschen Bundespost im Jahre 1986

Nun habe ich die drei Vorträge, die Rudolf Steiner am 19., 22. und 25. Mai in Hamburg gehalten hat, wieder gelesen. Die Taschenbuchausgabe des Hamburger Zyklus „Die Offenbarungen des Karma“ (GA 120) hatte ich im August 2010 in die Klinik in Zell am Harmersbach mitgenommen und dort gelesen. Jetzt nach zehn Jahren las ich drei der insgesamt elf Vorträge wieder und hatte das deutliche Gefühl, sie jetzt besser zu verstehen. Das verdanke ich Helena, bei der ich nun die Krankheitssymptome besser verstehen kann, wenn Rudolf Steiner davon spricht, wie die luziferischen Mächte im Astralleib wirken und dort Begierden nach sinnlichen Genüssen, aber auch die Eitelkeit, ja den Größenwahn, wie ich sie ja vorwiegend in mir entdecken konnte, erzeugen. All diese Tendenzen müssen durch die göttliche Gnade oder das Karma im folgenden Leben ausgeglichen werden. Im Leben zwischen Tod und Geburt entwickelt der Mensch die entsprechenden Gegentendenzen.
„Haben wir doch gesagt, dass dem Menschen während der Kamalokazeit die Ereignisse seines letzten Lebens, seine von ihm verrichteten Handlungen im Guten und Bösen, seine Charaktereigenschaften und so weiter vor die Seele treten und dass er durch die Anschauung seines eigenen Lebens in sich die Tendenz aufnimmt, für alles, was unvollkommen in ihm ist und was sich als eine unrichtige Handlung gezeigt hat, Abhilfe und Ausgleich zu schaffen, sich die betreffenden Eigenschaften einzuprägen, welche ihn auf diesem oder jenem Gebiet vollkommener machen. Haben wir das begriffen, so können wir sagen: diese Absicht, diese Tendenz behält nun der Mensch und geht durch eine neue Geburt mit dieser Absicht wieder ins Dasein.“
Das geht so weit, dass der Mensch in seinem nächsten Leben die Situationen geradezu herbeisehnt, die ihm helfen, seine Schwächen auszugleichen. Rudolf Steiner  bringt das Beispiel eines Menschen mit einem fehlenden Selbstgefühl:
„Nehmen wir an, jemand habe im letzten Leben so gelebt, dass er aus einem viel zu schwachen Ich-Gefühl heraus gewirkt hat, aus einem Ich-Gefühl, welches in der Hingabe an die äußere Welt viel zu weit ging, so weit, dass es mit einer Unselbständigkeit, Selbstverlorenheit wirkte, wie es für unseren heutigen Menschheitszyklus nicht mehr angemessen ist. Also das fehlende Selbstgefühl war es, welches einen Menschen in einer Inkarnation zu diesen oder jenen Handlungen geführt hat. Nun hat er während der Kamalokazeit die Handlungen vor sich gehabt, die aus diesem fehlenden Selbstgefühl herausgeflossen sind. (...) Der Betreffende wird hinstreben zu einer solchen Inkarnation, welche gerade die derbsten Widerstände seinem Selbstgefühl entgegensetzt, so dass er es nötig hat, sein Selbstgefühl im höchsten Maße anzuspannen. Dadurch wird er wie magnetisch hingezogen werden zu solchen Gegenden und solchen Gelegenheiten, wo sich ihm tiefere Hindernisse entgegenstellen (...), wo (er)zum Beispiel einer Seuche wie der Cholera ausgesetzt (ist).“
Dann bringt Rudolf Steiner das Beispiel eines Menschen, der ein zu starkes Selbstgefühl ausgebildet hat. In der Kamalokazeit sieht er, dass „er sich mäßigen muss in Bezug auf sein Selbstgefühl, dass er es zurückdämmen muss. (...) Die Bedingungen dazu sind hergestellt, wenn der Betreffende hingezogen wird zu einer Gelegenheit, die ihm die Malaria bringt.“
Nun sind Cholera und Malaria in Mitteluropa so gut wie ausgerottet. Menschen mit einem zu geringen oder mit einem übersteigerten Selbstgefühl suchen also heute andere Gelegenheiten des karmischen Ausgleichs.
Die Zusammenhänge sind natürlich, wie Rudolf Steiner in seinen Vorträgen ausführt, noch wesentlich komplexer, weil man beachten muss, dass der Mensch nicht nur einen physischen Leib hat, sondern auch einen Ätherleib, in dem die ahrimanischen Wessen, und einen Astralleib, in dem die luziferischen Wesen wirken können. Grundsätzlich aber gilt, was er in einer Art Zusammenfassung am Ende des vierten Hamburger Vortrags vom 19. Mai 1910 ausspricht:
„So also sehen wir, wie Karma in dem Kranksein wirkt und wie es zur Überwindung von Kranksein wirkt. Nun wird es nicht mehr unbegreiflich erscheinen, dass im Karma auch die Heilbarkeit oder Unheilbarkeit einer Krankheit liegt. Wenn Sie sich klarmachen, dass ja das Ziel, das karmische Ziel des Erkrankens das ist, den Menschen zu fördern und vollkommener zu machen, so ist die Voraussetzung die, dass der Mensch, wenn er nach der (höheren) Vernünftigkeit, die er sich aus der Kamalokazeit beim Eintritt in ein neues Dasein mitbringt, einer Krankheit verfällt, jene Heilkräfte dann entwickelt, welche eine Stählung seines inneren Menschen bedeuten und die Möglichkeit, höher zu kommen. (...) Durch das Überwinden der Krankheit hat er sich instand gesetzt, dort vollkommene Kräfte zu haben, wo er früher unvollkommene Kräfte hatte.“
Bei den Erkrankungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus geht es ja vorwiegend um die Atmungsorgane. Der Virus führt zu Lungenentzündungen. Rudolf Steiner stellt in seinem Vortrag vom 19. Mai 1910 zu diesem Krankheitsbild fest:
„Nehmen Sie zum Beispiel eine solche Krankheit wie die Lungenentzündung. Sie ist eine Wirkung in der karmischen Folge, welche dadurch entsteht, dass der Betreffende während seiner Kamalokazeit zurückblicken kann auf einen Charakter, der in sich hatte Hang und Neigung zu sinnlichen Ausschweifungen. (...) gerade in der Überwindung der Lungenentzündung, in der Selbstheilung, welche dabei vom Menschen angestrebt wird, wirkt die menschliche Individualität entgegen den luziferischen Mächten, führt einen förmlichen Krieg gerade gegen die luziferischen Mächte.“
Wenn man davon ausgeht, dass zahlreiche Menschen, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verkörpert waren, heute wieder da sind, dann kann man Imaginationen haben, die ja heute sogar im Fernsehen in einer viel gesehenen Serie verbreitet werden, wie in den „goldenen Zwanziger Jahren“ während der Weimarer Republik viele Menschen in Großstädten wie New York und Berlin sich diesen Ausschweifungen hingaben, und wie heute das Leben in den New Yorker und Berliner Klubs wegen der Corona-Krise ruhen muss. Die betroffenen Menschen erfahren im Augenblick die Gnade des Karma.
Natürlich bleibt ein materialistisches Bewusstsein bei den äußeren Erscheinungen kleben und denkt nicht über sein jetziges Leben hinaus. Man habe ja nur eines, heißt es dann, und in diesem Leben möchte man möglichst alles genießen, was es auf diesem Planeten zu genießen gibt. So reisen viele Menschen rund um die Welt, immer auf der Suche nach neuen Erfahrungen und Sensationen. Sie merken nicht, wie sie dadurch die Welt, die sie genießen wollen, allmählich zerstören. Sie wollen alles jetzt und alles auf einmal. Genau gegen solch eine Haltung ist die Schwedin Greta Thunberg aufgestanden und hat, ohne es zu wollen, die zweite globale Jugendbewegung nach den 68ern ausgelöst.  
Das Corona-Virus bremst diese Menschen stärker aus, als es die Jugendbewegung der „Fridays for Future“ je vermocht hätte: Der Himmel ohne Flugzeuge ist zum ersten Mal wieder rein und klar, die Atmosphäre und die Meere können sich erholen, aber auch die Tiere. Und die Menschen sind auf sich selbst zurückgeworfen. Auch wenn die Gefährlichkeit des Virus eine Chimäre sein sollte, so kann der gegenwärtige einmalige Ausnahmezustand viele Menschen dazu bringen, bessere Eigenschaften zu entwickeln.
Ich denke, der Ausbruch dieser ersten globalen Pandemie im November 2019, 33 Jahre nach dem Erscheinen des Halleyschen Kometen im Jahr 1986, kann einige Menschen dazu bringen, ihren Materialismus zu überwinden und sich dem Geiste – ganz unabhängig von jeder Religion – zuzuwenden. Im Zeitalter des Individualismus muss jeder Mensch seinen individuellen Weg zum Geist finden.
Ich erwähne den Halleyschen Kometen deswegen, weil er in einem bestimmten Rhythmus wiederkehrt und die Menschheit – geistig gesehen –  einerseits tiefer in den Materialismus treibt, einzelnen andererseits aber auch die Chance bietet, sich dem Geistigen zuzuwenden. Das ist bei dem Erscheinen des Kometen im Jahre 1910, als Rudolf Steiner nicht nur den Zyklus über die „Offenbarungen des Karma“ hielt, sondern in kleinen theosophischen Logen, ausgehend von Oslo bis hinunter ins sizilianische Palermo, begann, vom „Wiedererscheinen des Christus im Ätherischen“ zu sprechen, bei einigen wenigen Menschen geschehen; das ist 1986 zumindest bei einem führenden Politiker, der schon in seiner Jugend ein deutliches Christuserlebnis hatte, nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl geschehen, bei Michael Gorbatschow, dessen Politik zum Zusammenbruch des kommunistischen Systems geführt hat.
 Jetzt, 33 Jahre danach, will es manchem erscheinen, als würde auch das kapitalistische System zusammenbrechen. Ob es wirklich dazu kommt, dass die Menschheit auch ökonomisch zu höherer Vernünftigkeit gelangt, bleibt abzuwarten. Es wäre jetzt eine Chance, die uns die geistige Welt gewährt.
Interessant ist, wie wegen des Profitdenkens der neoliberalen Wettbewerbswirtschaft die Firmen in den vergangenen 30 Jahren dorthin gingen, wo sie am billigsten produzieren konnten. Dies schlägt nun in der globalen Coronakrise auf die hiesige Wirtschaft zurück: weil nicht nur pharmazeutische Produkte wie Medikamente, sondern auch medizinische Geräte wie Beatmungsapparate seit der Globalisierung vorwiegend „kostengünstig“ in China produziert werden, fehlen entsprechende Produktionsstätten in Deutschland, obwohl das Know-How ursprünglich aus Deutschland stammt. Auch der Abbau von Krankenhausbetten und der Einzug kapitalistischen Profitstrebens in den gesamten Bereich der Kranken- und Altenpflege rächen sich jetzt. Es ist zu hoffen, dass die Verantwortlichen wenigstens diese Lektion lernen und auf diesem Gebiet nach der Krise „vernünftiger“ handeln.

Wir waren heute in Künzelsau, wo Lena ein MRT von ihrer schmerzenden Schulter machen ließ. Auch über den Schmerz habe ich in den Vorträgen von Rudolf Steiner etwas Wichtiges gefunden. So heißt es im siebten Vortrag vom 22. Mai 1910:
„Wenn nun nichts anderes bestünde im Leben als einzig und allein das, was Luzifer in uns bewirkt, dass wir diese oder jene egoistischen Triebe und Leidenschaften entfalten, dann würden wir eigentlich niemals von den luziferischen Versuchungen loskommen können im Leben. Wir würden sie auch nicht durch die aufeinanderfolgenden Inkarnationen losbekommen können, den wir würden ihnen immer wieder von neuem verfallen. (...) Der Krankheitsprozess (...) führt uns nur dadurch zu einer Besserung, dass von denjenigen Mächten, deren Gegner Luzifer ist, nun etwas hinzugefügt wird zu dem ganzen Prozess. (...) Und diese Mächte, deren Gegner (...) die luziferischen Mächte sind, fügen hinzu zu dem Prozess, der unter dem Einfluss Luzifers verursacht wird, den Schmerz. So müssen wir den Schmerz als etwas ansehen, was – wenn wir die luziferischen Mächte die bösen Mächte nennen – uns von den guten Mächten zugefügt wird, damit wir gerad durch den Schmerz uns den Fangarmen der bösen Mächte entreißen können und ihnen nicht verfallen. (...) So wird der Schmerz in Bezug auf die Versuchungen der luziferischen Mächte unser Erzieher. (...) wir sehen, wie wohltätige Mächte uns den Schmerz hinzufügen zu der bloßen Schädigung der Organe, damit wir an dem Schmerz ein unter der Oberfläche unseres Bewusstseins liegendes Erziehungsmittel haben.“

1 Kommentar:

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